Smart Home liegt voll im Trend: Zwar sind deutsche Haushalte im internationalen Vergleich bislang noch verhalten, jedoch kehren immer mehr smarte Helfer wie Staubsaugerroboter, Überwachungskameras, Raumklima-Sensoren, Rollladensteuerungen oder intelligente Thermostatsysteme in private Räumlichkeiten ein. Aktuelle Studien gehen derzeit davon aus, dass der deutsche Smart-Home-Markt sein Volumen in den nächsten zwei Jahren auf 4,3 Milliarden verdreifachen wird. Bis dahin soll die Nutzung der smarten Technologie von der derzeit zwei auf acht| Millionen Haushalte steigen. Da sich die Technik und die Lösungen in diesem Bereich stetig weiterentwickelt, sind zahlreiche Trends der Hausautomation schon jetzt vorhersehbar, von denen wir hier einige vorstellen werden.

 

Smart Home: Worauf gilt es zu achten?

Beim Aufbau eines Smart Homes sieht sich der Anwender mit der Frage der korrekten Plattform bzw. des korrekten Standards konfrontiert. Jeder Hersteller muss heute sicherstellen, dass sein smartes Produkt mit den führenden Plattformen von Amazon, Google, Samsung oder Apple kompatibel ist – nur so kann ein breiter Kundenstamm für sich gewonnen werden. Die Kunden wiederum sehen sich der Gefahr ausgesetzt, sich langfristig an nur einen Anbieter zu binden. Werden neue und nicht kompatible Smart Devices hinzugefügt, wird die Nutzung der intelligenten Helfer automatisch eingeschränkt und das gesamte Smart Home-Konzept wird wieder über den Haufen geworfen. Kommt es dann noch zu dem Fall, dass verschiedene Lösungen verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Plattformen wahllos miteinander kombiniert werden, gilt es besonders den Sicherheitsaspekt zu beachten. Die Erschaffung neuer Standards durch das Zusammenspiel der Big Player im Smart Home-Markt könnte Abhilfe schaffen.

 

Maschinelles Lernen weiter auf dem Vormarsch

Bislang gelten viele Geräte, die mit dem Internet verbunden sind als „smart“, obwohl sie streng genommen lediglich als „connected“ definiert werden sollten. Nur wenige Produkte nutzen maschinelles Lernen, um ihr Verhalten an die Bewohner basierend auf der Beobachtung und der anschließenden Replikation ihrer Gewohnheiten anzupassen. Viele Hersteller werden jedoch ab 2020 Produkte mit KI-gesteuerter Technologie auf den Markt bringen, die spezielle Algorithmen nutzen und den Anwender beispielsweise in der Küche oder auch beim Hausputz tatkräftig unterstützen. Auch im Bereich der smarten Gesundheitsfürsorge werden wir diesen Trend beobachten können: Wearables sind bei der Einhaltung eines gesunden Lebensstils behilflich, andere Devices werden interventionistische Dienste anbieten, die es uns zum Beispiel ermöglichen, aus der Ferne mit Ärzten in Kontakt zu treten, Betreuer zu alarmieren, wenn eine ältere Person in der Wohnung hinfällt, oder sogar Krankheiten mit Hilfe der KI zu diagnostizieren.

 

5G wird Smart Home weiteren Aufwind verleihen

Durch den Ausbau des 5G-Netzwerkes und verbesserter WLAN-Technologie werden Smart Home-Produkte durch schnellere und leistungsfähigere Netzwerke verbunden, was einen verbesserten Zugang zu Daten und Verarbeitungsressourcen in der Cloud bedeutet. Die 5G-Technologie verspricht eine Revolution bei der Bereitstellung von IoT-Diensten – einschließlich der Smart Home-Technologie – da die neuen smarten Geräte komplett auf Kabel und Leitungen verzichten und äußerst energieeffizient im Betrieb sind. Zusätzlich wird es möglich sein, viel mehr Geräte gleichzeitig mit hohen Datenraten anzuschließen – die Frage nach „lahmen“ Netzwerken sollte sich mit 5G nicht mehr stellen. Schnellere Netzwerke und schnellere Datenübertragungen zwischen den Geräten und oder der Cloud werden immer anspruchsvollere Anwendungen nach sich ziehen, die noch größere und schnellere Datenströme nutzen. Vernetze Thermostate oder auch automatisierte Sicherheitssysteme werden Zugang zu vielfältigeren und aktuelleren Informationen haben, auf deren Grundlage die Vorhersagen ihre Nützlichkeit aufbauen können. Dadurch werden sie im Laufe des Jahres immer zuverlässiger und effizienter werden.

 

Smarte Lösungen von Unitronic

Wie intelligente Module beispielsweise bei der Kontrolle von Fenstern und Türen behilflich sein können, demonstriert Unitronic anhand der Funktechnik von EnOcean. Das Funktransceivermodul TCM 300 ermöglicht die Realisierung hocheffizienter Funk-Repeater und Transceiver für die EnOcean 868 MHz und 315 MHz Funksysteme. Das Modul kann als Gateway-Controller konfiguriert und zur Kommunikation mit einem EnOcean-Netz genutzt werden. Es eignet sich für Anwendungen, bei denen ein zweiter Microcontroller eingesetzt wird.

Zur CO2-Messung führt Unitronic das Pico WiReach Modul im Portfolio. Es umfasst SSL3.0 und TLS 1.2 Sicherheitsprotokolle und unterstützt 64/128-Bit-WEP-, WPA/WPA2-, AES-128/256-, SHA-128/192/256- sowie 3DES-Verschlüsselungen. Enterprise-Sicherheit wird durch die Implementierung der 802.1X-Authentifizierung mit einem RADIUS-Server gewährleistet.

 

Wie lässt sich die Luftqualität bestmöglich messen?  

Das VOC Sensormodul USM-BLE-VOC mit Bluetooth Low Energy-Funkanbindung ist mit einem langzeitstabilen Miniatur-MEMS-Gassensor, einem zusätzlichen Sensor für Luftfeuchtigkeit und Temperatur und einem Bluetooth Low Energy Modul ausgestattet. Es misst lediglich 40mm x 25mm x 5 mm. Betrieben wird es mit 3V und überzeugt durch einen besonders niedrigen Stromverbrauch – bei einem typischen Mess- und Sendezyklus von 30 Sekunden beträgt dieser weniger als 320 μA.

 

Staubbelastung in Räumen identifizieren

Mit dem Partikelsensor-Modul MDSM025B können feine Partikel wie Hausstaub, Pollen, Keime, Staubmilben und Zigarettenrauch erkannt werden. Das Modul zeichnet sich durch seine Kompaktheit, die langfristige Zuverlässigkeit sowie die einfache Instandhaltung aus. Es verfügt über eine MCU-Steuerung, einen PWM-Ausgang sowie eine integrierte Optimierungsfunktion, welche die Lebensdauer des Sensors bei der Aktivierung entsprechend verlängert.

 

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