Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Edelgas, welches in natürlichen Gesteinsschichten des Erdreiches vorkommt. Es entsteht als Zerfallprodukt von Uran wie auch Radium und weisst in seiner gasförmigen Beschaffenheit die Eigenschaft auf, schwerer als Luft zu sein. Radon, genauer Radon-222, hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen, wobei jedoch durch den kontinuierlichen Zerfallprozesses von Radium bzw. Uran eine um mehrere Nullstellen höhere Halbwertszeit vorliegt, und dadurch ein bestehende und akute Strahlenbelastung nachzuweisen ist.

Radon kann mit den Sinnen nicht wahrgenommen werden, was es zu einer unsichtbaren und schleichenden Gefahr macht. In freier Natur vermischt sich das Gas mit der Umgebungsluft und stellt keine Gefahr für den Menschen dar, da eine minimale Strahlenbelastung nachzuweisen ist.

Hingegen wird es zu einer Gefahr für den Menschen wenn Radon über Leitungen, Kanäle, belastetes Baumaterial oder gar dem Grundwasser in die eigenen vier-Wände gelangt.

Radioaktiver Zerfall

Physikalische Eigenschaften

  • Schmelzpunkt: -71.1°C
  • Siedepunkt: -61.8°C
  • Dichte: 9.73 g/l
  • Löslichkeit in Wasser bei 0 °C: 510 cm³/kg
  • Löslichkeit in Wasser bei 20 °C: 230 cm³/kg

Radon in Gebäuden

Das Radongas dringt vorallem aus dem Untergrund wie auch durch die Luft, den Baustoffen und zu teilen auch durch das Trinkwasser in Gebäuden.

Von 1993 bis 2003 führte das Bund für Strahlenschutz umfangreiche Messungen in Deutschland durch und kartografierte die Ergebnisse auf einer Radonkarte, welche zur groben Orientierung dienen soll um Radonkonzentration pro Gebiet festzuhalten. Die Karte dient im allgemeinen zur anfänglichen Orientierung und sollte mit individuellen Messungen ergänzt werden um Messschwankungen des Bund für Strahlenschutzes entgegen zu wirken, da die Konzentration des Edelgases an den Böden starken Schwankungen unterliegt.

Durchschnittlich liegt der Messwert innerhalb eines Aufenthaltsraums in Deutschland bei 50 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³ ), jedoch in stark radonhaltigen Gebieten kann dieser Wert in Zusammenhang zu anderen Faktoren bis zu 10.000 Bq/m³ betragen.

Die Konzentration von Radon ist abhängig von den Tages- wie auch Jahreszeiten. Dabei spielen Temperaturen, Witterungsbedingungen wie auch Luftdruck eine große Rolle. In den Wintermonaten ist die Radonkonzentration im Jahresvergleich innerhalb von Gebäuden hoch, da es zu einem sogenannten Kamineffekt durch die Heizperioden kommt. Dieser Kamineffekt hat die Wirkung, dass der Durchmischungsvorgang der Luft innerhalb eines Gebäudes einen Unterdruck erzeugt, welcher es dem Radon einfach macht durch Mikrorisse im Fundament in den Keller zu gelangen. Vom Keller aus vermischt sich dann das Radon mit der Raumluft und gelangt dann durch den anhaltenden Kamineffekt und die Sogwirkung in die oberen Etagen. Da in den heizkräftigen Monaten nicht regelmäßig gelüftet wird bleibt das Radon innerhalb des Gebäudes. Im Gebäude selbst kann die Konzentration von Radon stetig steigen, da die Sogwirkung immer mehr Radon durch im Keller oder Fundament befindliche Risse strömen lässt.

Altbauten mit Kellergeschoss sind im Gegensatz zu Neubauten ohne Keller stärker von Radon betroffen, da bei diesen Fundamenten nur auf herkömmlichen Wasser- und Witterungsschutz geachtet worden ist. Bei Neubauten wird der Radonschutz indem Fundament mit eingeplant. Jedoch ist es möglich, dass Radon gelöst in Wasser oder gemeinsam mit dem Bodengas durch Kanäle oder Leitungen in Gebäude transportiert werden kann.

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