Tiefenerdung ohne Verbindungsstellen

Bei einer Erdung handelt es sich um einen in der Erde verlegten Leiter, der elektrischen Strom von einer an die Erdung angeschlossenen Anlage in das umgebende Erdreich ableitet.

Prinzip

Die Erdungselektroden bestehen aus Stahlrohren (0,8 m Länge) und einer Kupfer-Elektrode, dem Erdungsseil. Eine gehärtete Stahlspitze führt das Erdungsseil, das zwischen der Spitze und einer Vertiefung in der Führungsstange arretiert wird.

Da der Widerstand fortlaufend am anderen Ende des Seiles gemessen wird, kann das Eintreiben unterbrochen werden, wenn der gewünschte Wert erreicht ist. Zu diesem Zeitpunkt kann das letzte Verlängerungsrohr hochgezogen werden. Der Eintreibprozess erfolgt mithilfe eines Krafthammers mit passendem Schlagkopf oder mit Vorschlaghammer und Eintreibbuchse.

Merkmale/Vorteile

  • keine Verbindung von Erdungselektrode/Erdungsseil
  • großer Querschnittsbereich: 16–95 mm²
  • kann mit verschiedenen Seilen verwendet werden
  • korrosionsbeständig – sehr lange Lebensdauer
  • Kontrolle, dass Seil und Spitze nicht auf Gestein stoßen
  • Möglichkeit der kontinuierlichen Messung des Ableitungswiderstands
  • wenige Teile sorgen für einfaches Eintreiben und sicheren Betrieb
  • niedrige Kosten und geringes Gewicht im Vergleich zu anderen Systemen
  • längere Wartungsintervalle