Neue Kältemittelverordnung: Pflicht zur Gasdetektion

In der Kälte- und Wärmepumpentechnik werden Kältemittel für den Transport von Wärmeenergie (Enthalpie) eingesetzt. Hierzu wurden seit mehr als 130 Jahren Diethylether und Ammoniak als Kältemittel genutzt. Großer Nachteil sind jedoch die damit verbundenen Gesundheitsschäden. Seit den 1930er Jahren wurden sie durch Halogenkohlenwasserstoffe ersetzt, was letztendlich Kohlenwasserstoffe sind, bei denen ein Wasserstoffatom durch die Halogene Iod, Brom, Chlor oder Fluor ersetzt werden. Auch hier wurden nach jahrelanger Benutzung die Nachteile nachgewiesen, dass Halogenkohlenwasserstoffe für den Ozon-Abbau und den Treibhauseffekt verantwortlich sind und wurden durch die FCKW-Halon-Verbotsverordnung schrittweise aus dem Markt entfernt. 

Laut der aktuellen F-Gas-Verordnung ist das bundesweite ambitionierte Klimaziel die schrittweise Einführung von Kältemitteln mit einem geringen GWP (global warming potential) und damit die Minimierung des Ozon-Abbaus und des Treibhauseffekts um bis zu 90% bis 2050. Demnach werden auf nichthalogenierte Kohlenwasserstoffe wie Butan und Propan zurückgegriffen, welche jedoch zur Schadstoffklasse A3 angehören und somit brennbar sind. Durch diese Brandgefahr werden diese natürlichen Kältemittel überwiegend in geringen Mengen als Kältemittel eingesetzt. Die Anwendungsbereiche reichen von Fahrzeug-Klimaanlagen und Wärmepumpen bis hin zu Getränkeautomaten als auch die Supermarkt- und Transportkühlung. Die Benutzung von Kältemitteln der Schadstoffklasse A3 ist mit einigen Vorkehrungen verbunden, welche unter den Verordnungen IEC 60335-2-24, IEC 60335-2-40, IEC 60335-2-89, ISO 5149 und EN 378 für Ihre individuelle Anwendung nachgelesen werden können.

Eines der Vorkehrungen in Geräten mit Kältemitteln der Schadstoffklasse A3 ist der Einsatz von Gasdetektionssystemen, um bei Gasleckage Alarm zu schlagen und freigesetzte Kältemittel zu identifizieren. Hierzu bietet Ihnen UNITRONIC Gassensoren von Figaro, NevadaNano und Mipex für die Messung von Propan, Butan und weiteren Kältemitteln an. Die Firma Figaro hat sich auf verschiedenste Sensortechnologien spezialisiert – von elektrochemischen Sensoren bis hin zu langzeitbewährten MOX-Halbleitersensoren für Kältemittel-Sensoren. Die Figaro-Sensoren zeichnen sich durch hohe Empfindlichkeit, Langzeitstabilität und einfache Implementierung aus. Mit der NDIR-Technik bieten die Sensoren von MIPEX eine Detektion des gewünschten Gases bis zu 100Vol% und erfüllen diverse Explosionsschutz-Standards. Die Kältemittel-Sensoren von NevadaNano sind ohne Kalibrierung einsatzbereit und messen mit Hilfe der MPS (engl. Molecular Property Sepctrometer) – Technik die Änderungen der thermischen Eigenschaften der Gase. Hierdurch können bis zu 6 verschiedene Molekulargewichtsklassen detektiert werden und auch unbekannte Gase können anhand ihres Molekülgewichts klassifiziert werden.

Die UNITRONIC GmbH beratet Sie mit der langjährigen Erfahrung in der Gas-Sensorik gerne bei der Auswahl der richtigen Komponenten. Ob auch Sie für Ihre Anwendung in der Pflicht eines Gasdetektions-Systems sind, können wir gerne in einem unverbindlichen Beratungsgespräch identifizieren.
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